lagfa-News Sprachprojekt: Juli 2017

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Juli 2017
NewsLetter

Themenübersicht

1. Themenlandkarte für ehrenamtliche Sprachbegleiter*innen
Diese Themenlandkarte soll Tipps und Tricks rund um die Sprachbegleitung an die Hand geben.

2. Sprachlern-App "Einstieg Deutsch"
Die Sprachlern-App "Einstieg Deutsch" vom Deutschen Volkshochschul-Verband bietet in 15 Lektionen die wichtigsten Begriffe und Redewendungen im Deutschen.

3. Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen GER für Sprachen
Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen GER unterstützt bei der Einschätzung von Deutschkenntnissen von Geflüchteten.

4. Projekt VOR ORT vom Bayerischen Flüchtlingsrat
Das VOR ORT Projekt vom Bayerischen Flüchtlingsrat ist eine nützliche Plattform zur Vernetzung zwischen Ehrenamtlichen in Bayern.

5. IQ Broschüre für Ehrenamtliche: "Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten"
Das IQ-Netzwerk Integration durch Qualifizierung hat aktuell die Broschüre "Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten" veröffentlicht.

6. Flüchtlinge in Ausbildung und Arbeit
Die IHK Bayern gibt Unternehmen mit diesem Leitfaden einen informativen Wegweiser zur Einstellung von Geflüchteten an die Hand.

7. Ratgeber der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK)
"Wie kann ich traumatisierten Flüchtlingen helfen?"
Dieser Ratgeber der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) gibt haupt- und ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern Hilfestellungen im Umgang mit Traumata.

8. REFUGEEUM
Das Online-Portal REFUGEEUM bietet Selbsthilfe im Umgang mit belastenden und traumatischen Situationen wie etwa Flucht und Migration an.

9. Erweitertes Führungszeugnis für Flüchtlinge?
Eine Anfrage seitens der lagfa bayern e.V. an das Bundesamt für Justiz hat ergeben, dass Geflüchtete die Möglichkeit auf ein erweitertes Führungszeugnis haben.

10. Integration beim Landesfeuerwehrverband in Bayern
Der Landesfeuerwehrverband Bayern hat zwei Publikationen zum Barriere-Abbau für Menschen mit Migrationshintergrund veröffentlicht.


Wichtige und nützliche Informationen

Materialien zum Herunterladen

Termine und Veranstaltungen

 

Die lagfa bayern e.V. übernimmt keine Haftung für die Inhalte auf den unten aufgeführten externen Links.



1. Themenlandkarte für ehrenamtliche Sprachbegleiter*innen

Eine nützliche, interaktive Themenlandkarte bietet ehrenamtlichen Sprachbegleiter*innen seit Kurzem tolle Unterstützung für das Erlernen der deutschen Sprache. Diese Themenlandkarte wurde im Projekt "Sprachbegleitung einfach machen" von wb-web entwickelt und erleichtert die Sprachbegleitung ein wenig. Mit Empfehlungen zu Konzepten, Materialien und Projekten für diese besondere Form der Erwachsenenbildung werden kompakte Informationen zur Verfügung gestellt.

Hinter wb-web steckt das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V., das zusammen mit diversen Entwicklungs- und Kooperationspartnern einen Beitrag zur Professionalitätsentwicklung von Lehrenden in der Erwachsenen- und Weiterbildung leistet.

Zur interaktiven Themenlandkarte

 

2. Sprachlern-App "Einstieg Deutsch"

Ergänzend zur interaktiven Themenlandkarte von wb-web gibt es die kostenfreie Sprachlern-App "Einstieg Deutsch" vom Deutschen Volkshochschulverband, ausgezeichnet mit dem Comenius EduMedia Siegel für hohe didaktische und mediale Qualität. Diese App bietet Übungen zur sprachlichen Erstförderung und zielt darauf ab, schnell eine grundlegende Sprechfähigkeit im Deutschen zu erreichen. Mittels einer einfachen Gliederung in 15 Themen wie beispielsweise Alltag, Arztbesuch, Behördengang oder Einkauf sind schnell die wichtigsten Wörter und Wendungen griffbereit. Insbesondere Geflüchtete können so die deutsche Sprache erlernen. Die App ist in zehn der wichtigsten Sprachen der Herkunftsländer von Geflüchteten übersetzt (Arabisch, Dari, Englisch, Farsi, Französisch, Kurmanci, Paschtu, Tigrinja, Türkisch, Urdu) und auch offline nutzbar. 

Zur Sprachlern-App "Einstieg Deutsch"

 

3. Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen GER für Sprachen

Für Geflüchtete ist die Kenntnis der deutschen Sprache elementar, um Teil der deutschen Gesellschaft und der Arbeitswelt sein zu können. Unternehmen stellen sich dabei die Frage, welches Sprachniveau für welche Art der Beschäftigung erforderlich ist. Zur Einschätzung der Deutschkenntnisse von Geflüchteten gibt der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen GER eine gute Orientierungshilfe. Er befasst sich mit der Beurteilung der Lernerfolge in einer Fremdsprache und setzt damit einen Maßstab für den Erwerb von Sprachkenntnissen. Der GER unterteilt die Sprachkompetenz in drei grundlegende Level A (Elementare Sprachverwendung), B (Selbstständige Sprachverwendung) und C (Kompetente Sprachverwendung), die sich wiederum in insgesamt 6 Sprachniveau-Stufen aufgliedern.

Eine tolle Übersichtsgrafik zum GER finden Sie auf den Seiten des bundesweiten Netzwerks "Unternehmen integrieren Flüchtlinge", über das wir bereits in unserer Mai-Ausgabe berichtet hatten.  

Mehr unter
www.unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de/aktiv-werden/sprache

4. Projekt VOR ORT vom Bayerischen Flüchtlingsrat

Die in Deutschland neu angekommenen Geflüchteten stehen vor großen Herausforderungen bei Alltagsproblemen, Deutsch lernen, der Bürokratie oder dem Beschäftigungsverbot. Hier bietet das
VOR ORT Projekt vom Bayerischen Flüchtlingsrat eine Plattform zu überregionaler Vernetzung und Austausch zwischen Ehrenamtlichen, Helferkreisen und Initiativen in Bayern. Ehrenamtliche Asylarbeit wird durch die Bereitstellung von Basis-Wissen und hilfreichen Materialien auf ihrer Internetseite, durch Vorträge, Workshops Schulungen und Vernetzungstreffen unterstützt.

Mehr unter www.fluechtlingsrat-bayern.de/vor-ort.html

5. IQ Broschüre für Ehrenamtliche: "Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten" 

Bürgerschaftliches Engagement gewinnt zunehmend an Bedeutung bei der Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Menschen und deshalb ist die Bereitstellung von Informationsmaterialien für Freiwillige so wichtig. Das IQ-Netzwerk Integration durch Qualifizierung hat aktuell zu diesem Thema eine interessante Broschüre veröffentlicht, die Ehrenamtlichen einen allgemeinen Überblick zu arbeitsmarktrelevanten Themen geben und bei ihrem freiwilligen Engagement unterstützen soll. Die Broschüre "Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten" behandelt Themen wie etwa Anerkennung ausländischer Qualifikationen, Arbeitsmarktzugang für Geflüchtete oder Teilnahme an Integrations- und berufsbezogenen Deutschkursen. Im konkreten Fall wird jedoch stets empfohlen, eine professionelle Fachberatung aufzusuchen. Hierfür enthält die Broschüre neben detaillierten Auflistungen der entsprechenden zuständigen Stellen auch Links zu aktuellen Beratungsangeboten.

IQ Broschüre "Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten"

6. Flüchtlinge in Ausbildung und Arbeit"

Dieser Leitfaden der IHK Bayern richtet sich an Unternehmen und dient als erste Orientierungshilfe bei der Einstellung von Geflüchteten. In acht Kapiteln gibt er Informationen zu Aufenthaltsstatus und -dauer, zu Beschäftigungs- und Ausbildungsmöglichkeiten, Praktika und Anerkennung ausländischer Abschlüsse sowie zu Sprachförderung und Integration vor Ort. Die Broschüre gibt damit Antworten auf häufig gestellte Fragen, die bei der Ausbildung oder Einstellung eines Geflüchteten als Fachkraft, Helfer oder Praktikant auftreten.

"Flüchtlinge in Ausbildung und Arbeit – Leitfaden für Unternehmen"

7. Ratgeber der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK
"Wie kann ich traumatisierten Flüchtlingen helfen?"

Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) hat einen Ratgeber für haupt- und ehrenamtliche Flüchtlingshelfer veröffentlicht, wie traumatisierte Flüchtlinge angemessen unterstützt werden können. Unter anderem informiert er darüber, wie sich eine traumatische Erkrankung bemerkbar macht und erläutert, was Flüchtlingshelfer tun oder lassen sollten.

Ratgeber "Wie kann ich traumatisierten Flüchtlingen helfen?"

8. REFUGEEUM

Das Online-Portal REFUGEEUM gibt Unterstützung für geflüchtete Menschen, deren Wohlbefinden beeinträchtigt ist und informiert darüber, wie Körper und Geist auf belastende Ereignisse wie beispielsweise Flucht oder erlebtes Leid im Heimatland reagieren. Diese Plattform bietet Hilfestellung, solche Reaktionen bei sich und den Menschen in Ihrer Umgebung besser zu verstehen. Dadurch kann man lernen, was Sie selbst oder für andere Betroffene tun können, damit es wieder besser geht.

REFUGEEUM ist ein gemeinsames Studienprojekt der Universität Hamburg (Institut für Psychologie) und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (Arbeitsgruppe Psychosoziale Migrationsforschung) mit fachlicher Unterstützung des gemeinnützigen Hamburger Vereins "Seelische Gesundheit • Migration und Flucht e. V." und unter Mitwirkung von Geflüchteten selbst. Der Schwerpunkt lag dabei unter anderem auf der Förderung der Selbsthilfe im Umgang mit belastenden und traumatischen Situationen im Kontext von Flucht und Migration und dem Leben im Aufnahmeland.

Zur Website REFUGEEUM

9. Erweitertes Führungszeugnis für Flüchtlinge?

Ein freiwilliges Engagement kann geflüchtete Menschen bei der Integration unterstützen und so ein gesellschaftliches Miteinander fördern. Allerdings benötigen Ehrenamtliche für bestimmte Aufgaben im Kinder- oder Jugendbereich (z.B. in Schulen, Sportvereinen) das sogenannte "erweiterte Führungszeugnis". Nun stellt sich die Frage, ob Freiwillige mit Fluchterfahrung ein solches erweitertes Führungszeugnis bekommen können und deshalb wurde seitens der lagfa bayern e.V. eine Anfrage an das Bundesamt für Justiz gestellt.

Demnach ist die Erteilung von erweiterten Führungszeugnissen im Bundeszentralregistergesetz BZRG geregelt und nach dessen § 30a Abs. 1, Abs. 2 Satz 2 i.V.m. § 30 Abs. 1 können Personen, die das 14. Lebensjahr vollendet haben, ein Führungszeugnis beantragen. Dabei ist das Antragsrecht an keinerlei weitere persönliche Bedingung wie z.B. deutsche Staatsangehörigkeit oder bestimmter Aufenthaltsstatus geknüpft. Die Beantragung erweiterter Führungszeugnisse durch Flüchtlinge ist daher möglich, wenn bei der Antragstellung die erforderliche Bescheinigung nach § 30 a Abs. 2 Satz 1 BZRG vorgelegt wird. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass im BZRG nur Verurteilungen deutscher Gerichte erfasst beziehungsweise ausländische Verurteilungen im Rahmen des § 54 BZRG nur dann eingetragen werden, wenn sie gegen Deutsche, bzw. in Deutschland geborene oder wohnhafte Personen ergangen sind.

Weitere Informationen

10. Integration beim Landesfeuerwehrverband in Bayern

Menschen mit Migrationshintergrund und Flüchtlinge reagieren mit einer starken Zurückhaltung und Vorbehalten auf das Thema Feuerwehr. Neben der "Angst" vor Uniformen dürfte wohl auch die polizeilich bzw. militärisch organisierte Feuerwehr in den Ländern, aus denen gerade die Geflüchteten kommen, mit ein Grund dafür sein. Der Landesfeuerwehrverband Bayern möchte daher nun versuchen, diese Thematik in einem Flyer "Jeder kann helfen. Komm hilf mit!" und einem Infoheftchen "Feuerwehr: Helfer in Not. Keine Angst vor unseren Uniformen" aufzugreifen und dem auf diese Weise entgegen zu wirken. Dadurch sollen ausländische Mitbürger angesprochen und Ihnen das Ehrenamt "Freiwillige Feuerwehr" nähergebracht werden.

Jeder kann helfen. Komm hilf mit!
Feuerwehr: Helfer in Not. Keine Angst vor unseren Uniformen

Weitere Informationen

Wichtige und nützliche Informationen

Flüchtlingsberatungsstellen in Bayern
Flüchtlingsberatungsstellen bieten Geflüchteten Hilfestellung beispielsweise im Umgang mit Ämtern, bei Alltagsproblemen oder bei einem möglichen Asylverfahren. Die Unterstützung gilt Flüchtlingen mit oder ohne Aufenthaltsgenehmigung sowie sich illegal in Deutschland aufhaltenden Personen. Die Beratung erfolgt vertraulich und kostenlos. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte IGFM hat unter anderem eine Liste möglicher Flüchtlings-, Migrations- und Asylberatungsstellen in Bayern zusammengestellt.

Liste der Flüchtlingsberatungsstellen in Bayern

*Keine Propaganda auf Kosten von Flüchtlingen!
Flüchtlinge sind an allem schuld*: Unter diesem Motto hat der Bayerische Flüchtlingsrat gemeinsam mit den regionalen Beratungsstellen zum Thema Rechtsextremismus ein Faltblatt aufgelegt, in dem sieben der gängigsten Vorurteile gegen Flüchtlinge mit Fakten widerlegt werden. Es ist eine brauchbare Argumentationshilfe für engagierte Personen, die sich für ein offenes Miteinander einsetzen wollen.

Mehr unter www.fluechtlingsrat-bayern.de/materialien.html

Matrialien zum Herunterladen

Es stehen folgende neue Broschüren und Informationsmaterialien rund um den Flüchtlingsbereich auf unseren Seiten im Internet unter www.lagfa-bayern.de zum Herunterladen zur Verfügung

• Themenlandkarte für ehrenamtliche Sprachbegleiter*innen

• IQ- Broschüre: "Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten"

• IHK-Broschüre: "Flüchtlinge in Ausbildung und Arbeit – Leitfaden für Unternehmen"

• Ratgeber der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK):
"Wie kann ich traumatisierten Flüchtlingen helfen?"

• Information zum erweiterten Führungszeugnis

• *Keine Propaganda auf Kosten von Flüchtlingen!

Termine und Veranstaltungen

1. die nächsten geplanten Schulungen und Austauschtreffen der lagfa bayern e.V.

15.07.2017 in Bamberg (Oberfranken)
22.07.2017 in Memmingen (Schwaben)
**Auch ein spontan entschlossenes Kommen möglich!**
31.07./01.08.2017 in Donauwörth (Schwaben)

Vorgeschmack nach der Sommerpause:
23.09.2017: Aichach-Friedberg (Schwaben)
28.09.2017: Mühldorf am Inn (Oberbayern)

Mehr Informationen unter www.lagfa-bayern.de

2. Deutsch-Uni Online DUO bietet für Asylbewerber*innen im Internet Workshops und Training zum Deutsch lernen oder Kenntnisse verbessern an. Dabei wird auch über Deutschland informiert und wertvolles Fachwissen vermittelt. Ergänzend organisiert DUO Schulungen für Ehrenamtliche und stellt Handbücher zum Herunterladen zur Verfügung.

Mehr Informationen unter www.lernen-lehren-helfen.de

Herausgeber:
lagfa bayern e.V.
Projekt "Sprache schafft Chancen"
Projektleitung: Ursula Erb

Redaktion:
Friederike Pahl und Lilian M. Grote
Philippine-Welser-Straße 5a
86150 Augsburg
Telefon +49 (0) 821/450 422-23
Telefax +49 (0) 821/450 422-15
sprachfoerderung@lagfa-bayern.de
www.lagfa-bayern.de

Redaktionsschluss:
jeweils der 25te des Vormonats
um 12:00 Uhr
sprachfoerderung@lagfa-bayern.de

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