Integration durch Bürgerschaftliches Engagement im Alpenraum Ein Projekt der ARGE ALP

n der Sitzung der Regierungschefs der ARGE ALP wurde am 30. Juni 2017 das Projekt „Integration durch Bürgerschaftliches Engagement“ genehmigt. Die lagfa bayern e.V. (Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligen-Agenturen, - Zentren und Koordinierungszentren Bürgerschaftlichen Engagements) übernimmt die Leitung und die Koordination des Projektes.
Im Zentrum von IBE-ALP  steht der grenzüberschreitende Austausch und die Kooperation von Kompetenzzentren Bürgerschaftlichen Engagements in  Mitgliedsregionen der Arge Alp. Darüber hinaus sollen neue Projektansätze der Integration durch Engagement modellhaft erprobt und übertragen werden.

Die fünf Modellstandorte


benevol St. Gallen benevol-job.ch

Das Projekt ist die Anpassung des technischen Hilfsmittels benevol-jobs.ch zur Förderung der gesellschaftlichen Integration im Raum St. Gallen.

Die Webseite benevol-jobs.ch ist die Schweizer Internetplattform für Freiwilligenarbeit. Sie unterstützt Vereine und Organisationen bei der Suche von Freiwilligen. benevol St.Gallen betreibt die Webplattform seit 12 Jahren.

Ziele und Zielgruppen

benevol-jobs.ch soll so erweitert werden, dass Menschen anderer Sprachgruppen und Herkunftsländer einen einfacheren Zugang finden und die Möglichkeit erhalten, sich in der Gesellschaft zu integrieren.

benevol St.Gallen versteht sich als Schnittstelle/Partnerin zwischen Organisationen, welche im Migrationsbereich verankert sind und Menschen mit Migrationshintergrund die bereit sind, sich für die Gesellschaft zu engagieren. Die technische Erweiterung und die Bekanntmachung soll im Austausch mit Fachpersonen und potentiellen Freiwilligen erfolgen.

Um noch mehr über die Bedürfnisse des Zielpublikums zu erfahren, ist vorgängig eine Bedarfsabklärung mit Integrationsfachpersonen aus der Region geplant. Mögliche Partnerinnen sind das Amt für Integration, HEKS, Rotes Kreuz, Caritas. Das Wissen und die Erfahrungen der Fachpersonen soll konkret in die Umsetzung einfließen.


Land Salzburg Gemeinschaft verbindet und vereint- wo Menschen sich begegnen und verstehen

Das Projekt unterstützt das ehrenamtliche Netzwerk in den Regionen. Vereine und Organisationen erhalten Angebote und Schulungen zu interkultureller Kompetenz.  Sie erhalten Hilfestellungen, wie Menschen mit Migrationshintergrund in das bestehende ehrenamtliche Engagement eingebunden werden können.  Erfolgreiche Integrationsprojekte im Ehrenamt werden bekannt gemacht. (Best Practice, Learning by doing)

Mit dem Projekt werden folgende Zielgruppen angesprochen:

Neben Vereinen, Organisationen, ehrenamtliche Initiativen - insbesondere aus den Bereichen Soziales, Kultur, Sport sowie in der Projektregion lebende Menschen mit Migrationshintergrund, die in der Region ihren Lebensmittelpunkt längerfristig haben. Dazu zählen z.B.  Qualifizierte Facharbeitskräfte für heimische Firmen / Arbeitnehmer*innen in der Gastronomie, aus dem Pflegebereich, / Zuwanderer aus EU-Ländern und anderen Kontinenten / Menschen mit Migrationshintergrund zweiter und dritter Generation (z.B.: Türkei, Russland, Balkanstaaten) sowie nachgezogene Familienangehörige und anerkannte Flüchtlinge ebenso die gesamte Zivilgesellschaft der Projektregion/ Betriebe und Kommunen, wo Menschen mit Migrationshintergrund arbeiten und leben / Ehrenamtliche, Arbeitskollegen, Schülerschaft

 

Projektziel:

Geplant ist, im Gebiet der EuRegio Salzburg-Berchtesgadener Land-Traunstein durch viele verschiedene Maßnahmen und Aktionen Vereinen und ehrenamtlichen Initiativen aus den Bereichen Sport, Soziales und Kultur das Potenzial neuer Mitbürger mit Migrationshintergrund an Talenten sowie Hilfsbereitschaft aufzuzeigen und damit Kontakte zur Erleichterung von deren Integration zu knüpfen.

Vereine, Verbände und Organisationen werden für eine Funktion als „integrative Engagementstellen“ sensibilisiert und gewonnen. Ihre Ansprechpartner werden u.a. in der Ansprache, dem Umgang mit Menschen mit Migrationshintergrund und damit zur Gewinnung neuer Mitglieder und Unterstützer geschult.

 

Kooperationspartner

Facharbeitsgruppe Bürgerschaftliches Engagement der EuRegio Salzburg-Berchtesgadener Land-Traunstein mit Vertretern aus dem Engagementbereich. Diese Facharbeitsgruppe koordiniert die Umsetzung des grenzüberschreitenden Projekts.

Weiter Kooperationspartner:

·         Freiwilligenagentur Traunstein (Landkreis Traunstein)

·         Freiwilligenzentrum Salzburg

·         Freiwilligenagentur Freilassing (Landkreis Berchtesgadener Land)

·         Caritasverband der Erzdiözese Salzburg

·         Salzburger Bildungswerk

·         Landratsamt Berchtesgadener Land


Bürgerstiftung Holzkirchen - Landkreis Miesbach VISIO (Vernetzung für die Integration – Strategien, Impulse, Organisation)“

Im Rahmen einer neu konzipierten Projektstruktur „VISIO (Vernetzung für die Integration – Strategien, Impulse, Organisation) werden lokal im Landkreis Miesbach und im Bayerischen Oberland bestehende Initiativen, Projekte und Engagementstrukturen zur Unterstützung von Flüchtlingen zukunftsfähig miteinander vernetzt. Hierdurch soll ein neues, dauerhaftes Fundament für eine nachhaltige Flüchtlings- und Integrationshilfe im Bayerischen Oberland geschaffen werden. Über noch zu entwickelnde und abzustimmende Austausch-, Transfer- und Vernetzungsformate kannl über VISIO eine regional dauerhafte Integrationsplattform etabliert werden. Am Ende entsteht eine neue „zivilgesellschaftliche Wertschöpfungskette“ für die Integration über Bürgerschaftliches Engagement.

Kooperationspartner

Vertreter/innen des Landkreises

Gemeinden im Landkreis

Integrationsbeirat

migrationsunterstützenden Verbände und Organisationen,

Asyl-Helferkreise

PIA-Vorstand


Freiwilligenagentur Oberallgäu Integrationskoffer „Familie“

Die Freiwilligenagentur Oberallgäu führte in den Jahren 2016 und 2017 erfolgreich das Pilotprojekt „Für- und Miteinander Integration fördern“ bzw. Multiplikation: Für und Miteinander Integration fördern.

Das Projekt zielte darauf ab, ehrenamtlichen Helfern und Menschen mit Migrationshintergrund für eine gemeinsame Integrationsunterstützung zu schulen und gemeinsam Methoden und Materialien zu entwickeln, um als Multiplikatoren auftreten zu können. Ziel des Projektes ist es den im Jahr 2016 erstellten Integrationskoffer um das Thema „Familie“ und die damit verbundenen Herausforderungen in der Integration zu erweitern. Dabei sollen die Themen mit einer neuen Gruppe aus freiwilligen Teilnehmerinnen und Teilnehmern bearbeitet werden, um die Anzahl möglicher Multiplikatoren zu erweitern. Ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden sich auch in diesem Prozess mit einbringen.

Mögliche Kooperationspartner:

·         Diakonisches Werk Kempten

·         pro familia Kempten e.V.

·         Psychologische Beratungsstelle Erziehungs- Jugend- und Familienberatung

·         EJV Kempten - Oberallgäu

·         Haus International, Kempten

·         DiTip Moscheegemeinschaft


Freiwilligenzentrum Tirol Mitte Freundeskreise und Buddy-Projekt

Freundeskreis
Die für sich agierenden Freundeskreise rund um Flüchtlingsheime, die es in Tirol gibt, stehen mehrheitlich vor ähnlichen Problemen und wünschten sich Austausch. Deshalb initiierte die Caritas der Diözese Innsbruck gemeinsam mit dem Obmann des Freundeskreises Flüchtlingsheim St. Gertraudi Austauschtreffen rund um aktuelle Themen.
Der Mailverteiler umfasst inzwischen über 20 Gruppierungen und relevante Stakeholder aus der Region.


Buddy Projekt
Im Rahmen des Caritas Buddy Projekts wurden und werden Ehrenamtliche gesucht die Flüchtlinge im Alltag unterstützen. Im Jahr 2016 konnten über 80 Freiwillige vermittelt werden die sich insgesamt um circa 220 geflüchtete Menschen aus Afghanistan, Syrien, Iran, Irak und Somalia in ganz Tirol kümmern.  Buddys begleiten geflüchtete Menschen bei ihrer sozialen und gesellschaftlichen Integration, angefangen von gemeinsamen Freizeitaktivitäten über das Erlernen der deutschen Sprache bis hin zu Behördengängen werden Begegnungszonen geschaffen wo Ängste und Barrieren abgebaut werden können.
Desweiteren unterstützt die Caritas die Buddys mit regelmäßigen Austauschtreffen, Workshops, Infoabenden und Supervisionen. Das Projekt wurde unter den Rahmenbedingungen